Kalypso
(Vorgeschichte)
Mein Name ist
Kalypso. Ich bin dazu verdammt, auf einer einsamen Insel, namens Ogygia, zu
leben.
Wieso?
Nur, weil ich die Ehre meines Vaters verteidigen wollte.
Mein Vater ist der Titan Atlas, derjenige, der seit dem ersten Götterkrieg den
Himmel auf den Schulter tragen muss, um zu bewahren, dass Uranos und Gaia sich
wieder vereinen.
Jedenfalls, stand ich im ersten Götterkrieg auf der Seite
der Titanen und kämpfte mit meinem Vater gegen die Götter. Das Endergebnis war,
dass die Titanen verloren und die Götter gewonnen hatten. Die Götter bestraften
alle Titanen, die meisten schoben sie in den Tartarus, andere verfluchten sie.
Doch deren Kinder und Angehörige der Titanen, schoben sie nicht in den
Tartarus, sondern die Götter verdammten sie.
Wie auch mich.
Ich bin eine Meeresnymphe und wurde von den Göttern
verdammt, auf der einsamen Insel Ogygia zu leben, für immer; gelegentlich
Heroen aufzunehmen, wenn diese in schweren Schlachten gefallen waren, und
schließlich gesund zu pflegen. Erst wenn sie wirklich schwer verwundet wurden,
oder in einer Schlacht gefallen sind, können die Heroen zu meiner Insel finden.
Doch auf einer einsamen Insel zu wohnen, ist nicht der einzige Fluch, ich bin
dazu verdammt mich in jeden Heroen, der nach Ogygia findet, zu verlieben. Doch
diese Liebe wird so gut wie nie erwidert. Wieso auch? Wer möchte denn ebenfalls
auf einer kleinen Insel festsitzen? Es ist schon genug, dass einer diese Bürde
aufnehmen muss, wieso denn gleich zwei?
Einen Halbgott konnte ich für sieben Jahre auf Ogygia
halten. Ich versprach ihm Unsterblichkeit, und nur Liebe zu mir, und er
willigte ein.
Es war Odysseus.
Odysseus, ein so wunderbarer Halbgott, in den man sich
einfach verlieben musste. Doch auch nach sieben Jahren, kam Hermes der
Götterbote vorbei und meinte, ich sollte
ihn gehen lassen, da er es sich so sehr wünschte…